Neu im Studentenwohnheim? Tipps für deine ersten Wochen im Wohnheim
Der Mietvertrag ist unterschrieben, die Umzugskisten stehen im Zimmer und ein neuer Lebensabschnitt beginnt: Willkommen im Studentenwohnheim! Gerade wenn du zum ersten Mal von zu Hause ausziehst oder neu in Stuttgart bist, gibt es in den ersten Tagen einiges zu organisieren. Gleichzeitig beginnt ein neuer Alltag – mit neuen Mitbewohner:innen, gemeinschaftlich genutzten Bereichen und ein paar Regeln, die das Zusammenleben erleichtern.
Damit du dich schnell zurechtfindest, haben wir die wichtigsten Tipps für deine ersten Wochen im Wohnheim zusammengestellt. Vom Zimmercheck über Wäsche und Fahrrad bis hin zu Nachtruhe und Schlüssel erfährst du hier, was du für einen guten Start wissen solltest.
1. Kontrolliere dein Zimmer direkt nach dem Einzug
Bevor du dich ans Dekorieren und Einrichten machst, solltest du dein neues Zimmer einmal aufmerksam überprüfen. Sind Schäden oder Mängel vorhanden, die dir erst nach dem Einzug auffallen?
Ab dem Tag deines Einzugs hast du zwei Wochen Zeit, um Schäden in deinem Zimmer deinem zuständigen Hausmeister zu melden. Bei der Übergabe wird außerdem ein Inventarverzeichnis angefertigt, in dem Zustand und Vollständigkeit des Inventars festgehalten werden.
Deshalb lohnt es sich, dein Zimmer und das vorhandene Inventar gleich zu Beginn in Ruhe anzuschauen. Wenn dir etwas auffällt, solltest du nicht bis zum Ende der Frist warten, sondern dich zeitnah an deinen Hausmeister wenden.
2. Erledige wichtige Formalitäten frühzeitig
Zwischen Umzugskartons, Semesterstart und dem Kennenlernen der neuen Umgebung können organisatorische Aufgaben schnell untergehen. Plane dir deshalb nach dem Einzug etwas Zeit für die wichtigsten Formalitäten ein.
An deinem Einzugstag erhältst du von deinem zuständigen Hausmeister die Wohnungsgeberbestätigung. Diese benötigst du für die Anmeldung deines neuen Wohnsitzes.
Am besten sammelst du wichtige Unterlagen rund um dein Mietverhältnis an einem festen Ort – digital oder in einem Ordner. So hast du sie schnell griffbereit, wenn du später etwas nachschauen musst.
3. Kläre früh, wie euer Zusammenleben funktioniert
Wenn du Küche, Bad oder andere Bereiche mit mehreren Personen teilst, lohnt sich ein kurzer Austausch gleich zu Beginn. Wer nutzt welche Fächer? Wie haltet ihr die Küche sauber? Gibt es bereits Absprachen für Müll oder Reinigung?
Solche Fragen wirken zunächst banal. Im Alltag können klare Absprachen aber dabei helfen, Missverständnisse zu vermeiden.
Dabei muss nicht sofort ein kompliziertes WG-Regelwerk entstehen. Oft reicht es schon, miteinander zu sprechen und gemeinsam festzulegen, was euch im Alltag wichtig ist.
Ein guter Grundsatz: Hinterlasse gemeinsam genutzte Bereiche so, wie du sie selbst gerne vorfinden möchtest.
4. Nimm Rücksicht auf deine Nachbar:innen
Wo viele Menschen zusammenleben, ist gegenseitige Rücksicht besonders wichtig. Schließlich sieht der Alltag nicht bei allen gleich aus: Während du vielleicht gerade von einer Party zurückkommst, sitzt im Zimmer nebenan jemand über einer Hausarbeit oder muss am nächsten Morgen früh zur Vorlesung.
Zwischen 22:00 und 8:00 Uhr gilt Nachtruhe. Achte in dieser Zeit besonders auf die Lautstärke – auch dann, wenn du Besuch hast.
Als Mieter:in bist du außerdem für das Verhalten deiner Gäste verantwortlich. Ein kurzer Hinweis auf die Ruhezeiten kann deshalb helfen, damit der Abend für alle entspannt bleibt.
5. Mach dein Zimmer gemütlich – aber achte auf die Wände
Fotos, Poster und persönliche Erinnerungen machen aus einem Wohnheimzimmer schnell ein Zuhause. Wenn du noch Inspiration suchst, findest du in unseren Einrichtungstipps für deine erste Studentenwohnung weitere Ideen für dein neues Zimmer.
Bevor du dafür Hammer und Dübel auspackst, solltest du allerdings eine wichtige Regel kennen.
Informiere dich deshalb über geeignete Möglichkeiten, bevor du etwas an der Wand befestigst. So kannst du dein Zimmer persönlicher gestalten, ohne Leitungen zu beschädigen.
6. Erkunde dein Wohnheim
Spätestens wenn der Wäschekorb voll ist oder du einen Platz für dein Fahrrad suchst, lohnt es sich, die eigene Wohnanlage etwas genauer zu kennen.
Für Fahrräder gibt es ausgewiesene Flächen beziehungsweise Fahrradräume. Informiere dich außerdem direkt nach deinem Einzug, wo sich die Waschmöglichkeiten in deinem Wohnheim befinden.
Mach deshalb am Anfang ruhig einmal einen kleinen Rundgang: Wo kannst du dein Fahrrad abstellen? Wo befinden sich die Waschmöglichkeiten? Wo hängen wichtige Informationen und Telefonnummern aus?
Je schneller du dich orientierst, desto unkomplizierter wird dein Alltag.
7. Pass gut auf deinen Schlüssel auf
Zwischen Vorlesung, Mensa, Einkaufen und Treffen mit Freund:innen kann ein Schlüssel schnell einmal verlegt werden. Am besten gewöhnst du dir deshalb direkt einen festen Platz dafür an – zum Beispiel ein bestimmtes Fach im Rucksack oder eine Schale im Zimmer.
Wichtig zu wissen: Hausschlüssel dürfen nicht an hausfremde Personen weitergegeben werden. Wenn du einen Schlüssel verlierst, musst du uns außerdem sofort informieren.
Mit einem festen Schlüsselplatz ersparst du dir im besten Fall nicht nur Stress, sondern auch die morgendliche Suche zwischen Vorlesungsskript, Ladekabel und Wäschebergen.
8. Mach regelmäßiges Lüften zur Routine
Auch das richtige Lüften gehört zum Wohnheimalltag. Deine Mieträume müssen ausreichend beheizt und gelüftet werden.
Gleichzeitig sollten Fenster und Türen bei Unwetter, nachts und wenn du nicht zu Hause bist geschlossen bleiben.
Mach regelmäßiges Lüften deshalb am besten direkt zu einem Teil deines Alltags. Gerade wenn du viel Zeit beim Lernen in deinem Zimmer verbringst, ist eine feste Routine schnell etabliert.
9. Kenne deine Ansprechpartner
Ein Schaden im Zimmer, eine technische Störung oder eine andere Frage zum Wohnheim: Es ist hilfreich, früh zu wissen, an wen du dich wenden kannst.
Bei Schäden in deinem Zimmer ist dein zuständiger Hausmeister die richtige Anlaufstelle. Die Kontaktdaten und Sprechzeiten findest du auf der Seite deines Wohnheims.
Für Gefahrensituationen außerhalb der regulären Dienstzeiten gibt es außerdem einen Notdienst. Die wichtigen Telefonnummern findest du im Hausaushang im Eingangsbereich deiner Wohnanlage.
Schau dir diesen Aushang am besten einmal an, bevor du tatsächlich Hilfe brauchst.
10. Gib dir Zeit, im Wohnheim anzukommen
Neue Stadt, neue Hochschule, neue Menschen und ein neues Zuhause: Gerade die ersten Wochen können ziemlich voll sein. Du musst nicht am ersten Tag alle Nachbar:innen kennen oder deinen gesamten Alltag perfekt organisiert haben.
Wenn du Lust auf Kontakt hast, können Küche, Flur oder andere gemeinsam genutzte Bereiche gute Gelegenheiten sein, deine Mitbewohner:innen kennenzulernen. Oft reicht schon ein kurzes Gespräch, um herauszufinden, wer nebenan wohnt.
Gleichzeitig ist dein Zimmer dein persönlicher Rückzugsort. Finde für dich heraus, welche Mischung aus Gemeinschaft und Ruhe zu deinem Studienalltag passt.
Gut ankommen und das Wohnheimleben genießen
Die ersten Wochen im Studentenwohnheim bestehen aus mehr als Kisten auspacken und das Zimmer einrichten. Wenn du dein Zimmer nach dem Einzug kontrollierst, wichtige Formalitäten früh erledigst und die grundlegenden Regeln des Zusammenlebens kennst, hast du bereits eine gute Basis geschaffen.
Danach heißt es vor allem: ankommen, Menschen kennenlernen und Schritt für Schritt deinen eigenen Alltag im Wohnheim und in Stuttgart finden.
Und falls doch einmal eine Frage auftaucht: In unseren FAQ findest du viele praktische Antworten rund ums Wohnen. Bei konkreten Problemen vor Ort helfen dir außerdem die Ansprechpartner deines Wohnheims weiter.
FAQ: Die ersten Wochen im Studentenwohnheim
Was sollte ich direkt nach dem Einzug kontrollieren?
Schau dir dein Zimmer und das vorhandene Inventar aufmerksam an. Wenn du nach deinem Einzug Schäden bemerkst, hast du ab dem Einzugstag zwei Wochen Zeit, diese deinem zuständigen Hausmeister zu melden.
Wo bekomme ich meine Wohnungsgeberbestätigung?
Die Wohnungsgeberbestätigung erhältst du an deinem Einzugstag von deinem zuständigen Hausmeister.
Gibt es eine Nachtruhe im Wohnheim?
Ja. Zwischen 22:00 und 8:00 Uhr sind Ruhestörungen zu unterlassen. Nimm in dieser Zeit besonders Rücksicht auf deine Mitbewohner:innen und Nachbar:innen.
Wo kann ich mein Fahrrad abstellen?
Nutze dafür die ausgewiesenen Flächen oder den Fahrradraum deines Wohnheims.
Was muss ich bei einem verlorenen Schlüssel tun?
Informiere uns bei einem Schlüsselverlust sofort. Hausschlüssel dürfen außerdem nicht an hausfremde Personen weitergegeben werden.
An wen wende ich mich bei einem Schaden im Zimmer?
Wende dich an den zuständigen Hausmeister. Die Kontaktdaten und Sprechzeiten findest du auf der Seite deines Wohnheims.


